Informationen zur Grundsteuerreform

Die Finanzämter bewerten ab 1. Juli 2022 alle Grundstücke in Deutschland. Diese Neubewertung ist erforderlich, damit Städte und Gemeinden ab 2025 die Grundsteuer nach aktuellen Wertverhältnissen berechnen können.

Waren Sie am 1. Januar 2022 Eigentümerin oder Eigentümer von Grundbesitz, müssen Sie eine Grundsteuerwerterklärung abgeben.

Diese Pflicht trifft Sie, wenn Sie

  • (Teil-/ Mit-) oder Eigentum an einem unbebauten oder bebauten Grundstück oder
  • (Teil-/ Mit-) oder Eigentum an einer Eigentumswohnung haben.

Bei Gebäuden auf fremdem Grund und Boden, zum Beispiel Garagen und Datschen, sind die Eigentümerin beziehungsweise der Eigentümer des Grund und Bodens verpflichtet, für das bebaute Grundstück die Grundsteuerwerterklärung abzugeben. Die Eigentümerin beziehungsweise der Eigentümer des Gebäudes muss gegebenenfalls die zur Erstellung der Erklärung benötigten Informationen zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus sind Sie auch zur Abgabe einer Grundsteuerwerterklärung verpflichtet, wenn Sie Teil-, Mit- oder Allein-Erbbauberechtigte beziehungsweise Erbbauberechtigter sind. Die Erbbauverpflichtete beziehungsweise der Erbbauverpflichtete muss gegebenenfalls die zur Erstellung der Erklärung benötigten Grundstücksinformationen zur Verfügung stellen. (Checkliste Grundstücke)

Welche Unterstützungsangebote bieten die Finanzämter?

Von Mitte Mai bis vor den Sommerferien wird jedes Finanzamt in drei Kommunen vor Ort präsent sein und Steuerpflichtige über die Abgabepflicht informieren. Diese Finanzamt-vor-Ort-Termine richten sich an Bürgerinnen und Bürger, die Unterstützung bei der Erstellung ihrer Grundsteuerwerterklärung benötigen. Selbstverständlich
können diese Veranstaltungen daher auch von Bediensteten der Städte und Gemeinden besucht werden.

Die Finanzämter werden darüber hinaus besondere Grundsteuer-Sprechtage und Termine für eine ELSTER-Registrierung vor Ort in den Servicestellen der Finanzämter anbieten. Sie als Städte und Kommen erhalten hierzu Informationsmaterial, das gut sichtbar in Bürgerbüros oder an anderen geeigneten Stellen ausgelegt oder aufgehängt werden kann. Für weitere Fragen stehen eine Grundsteuer-Hotline (0331) 200 600-20 ab Mai 2022 und ein virtueller Assistent (steuerchatbot.de) zur Verfügung. Viele Informationen zur Umsetzung der Grundsteuerreform finden Sie auch im Internet auf der Seite Finanzamt Land Brandenburg.

ELSTER-TRANSFER

Die Finanzämter stellen die Grundsteuermessbeträge mit der gesetzlichen Neuregelung ausschließlich in elektronischer Form über das Verfahren ELSTER-Transfer zur Verfügung. Mitteilungen in Papierform werden nur noch für das Altverfahren an die Kommunen übermittelt. Die Datenbereitstellung über ELSTER-Transfer beginnt mit Veranlagungsstart in den Finanzämtern im Juli 2022.

Bislang sind viele brandenburgische Kommunen nicht bei ELSTER-Transfer registriert. Bitte stellen Sie den Antrag zeitnah. Informationen zur Anmeldung unter ELSTER-Transfer finden Sie unter elster.de/elsterweb/infoseite/verwaltung. Eine Datensatzbeschreibung ist auf der Seite esteuer.de veröffentlicht.