Jahreshauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Velten

Eingestellt am: 13.06.2022 | 11:17


Am Freitagabend, 10. Juni 2022, blickte die Veltener Freiwillige Feuerwehr zurück auf das vergangene Jahr.

Zur traditionellen Jahreshauptversammlung wurde Bilanz gezogen sowie Kameraden und Kameradinnen befördert und für fünf, 15 und 25 Jahre treue Dienste in der Wehr geehrt.

Die Arbeit der Wehr stand auch in 2021 stark unter dem Eindruck der pandemiebedingten Einschränkungen. „Wieder liegt ein turbulentes Corona Jahr hinter uns, mit zahlreichen Einsätzen, Lehrgängen und vielerlei verschiedenen Aufgaben. Auch wenn der gesellige und kameradschaftliche Aspekt der Kameradinnen und Kameraden im Jahr 2021 erneut leider nicht stattfinden konnte, so sind sie doch immer hoch motiviert und man kann sich zu hundert Prozent auf sie verlassen“, schaute Heiko Nägel, Veltens Stadtwehrführer zurück aufs vergangene Jahr.

 

Kamerad Pascal Prestel und Jugendwartin Stefanie Bös erhielten eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Veltener Freiwilligen Wehr. Foto: Stadt Velten

2021 engagierten sich insgesamt 128 Kameradinnen und Kameraden in der Wehr – das waren drei Personen weniger als im Vorjahr 2020. Der Einsatzabteilung (Aktive Wehr) standen 2021 insgesamt 56 Einsatzkräfte zur Verfügung – vor allem bedingt durch Wohnortwechsel waren dies vier weniger als 2020. In der Kinder- und Jugendwehr konnten mit viel Engagement der insgesamt elf Betreuerinnen und Betreuer die Mitgliedzahlen stabil gehalten werden – trotz aller Corona-Einschränkungen. 27 Mädchen und Jungen treffen sich regelmäßig im „Mini-Löschzug“, 28 in der Jugendwehr.

 

Kameradin Anika Richter wurde für 15 Jahre Treue Dienste von Bürgermeisterin Ines Hübner und Stadtwehrführer Heiko Nägel geehrt (von rechts) Foto: Stadt Velten

230 Einsätze fuhr die Veltener Wehr in 2021 und damit fünf mehr als im Vorjahr. 2.833 Stunden ehrenamtliches Engagement kamen bei diesen Einsätzen zusammen. Insgesamt leisteten die Veltener Kameradinnen und Kameradin in 2021 sogar 10.318 Stunden ehrenamtliche Arbeit – vom Einsatz über zahlreiche Weiterbildungen bis hin zur Nachwuchsbetreuung. Dieses Engagement würdigte Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner in ihrem Grußwort.

Mit Handschlag: Kameraden Malte Konratzki und Jonathan Sterk wurden von Stadtwehrfüher Heiko Nägel zum Löschmeister befördert (von links). Foto: Stadt Velten

Sie ging auch auf ein Highlight im vorigen Jahr ein: Die Wehr drehte zwei professionelle Imagefilme, die Einblicke in die Wehr bieten und Lust auf das Ehrenamt machen. Denn die Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung ist und bleibt ein wichtiger Baustein der Arbeit der Veltener Wehr, um alle Gefahrensituationen auch künftig bestmöglich meistern zu können. Ziel ist es, die im Gefahrenabwehr- und Brandschutzbedarfsplan von 2021 geforderten mindestens 66 aktiven Einsatzkräfte stellen zu können. Die Imagefilme sollen bei der Mitgliedergewinnung eine zentrale Rolle einnehmen.

Bürgermeisterin Ines Hübner: „Die Filme und die darin geschilderten persönlichen Geschichten und Gedanken beweisen: Mitglied in der Veltener Feuerwehr zu sein, bedeutet so viel mehr als ‚nur‘ gemeinsam brenzlige Situationen zum Wohle der Veltener und Veltenerinnen erfolgreich zu bewältigen. Hier wird an einem Strang gezogen. Hier wird Kameradschaft und auch ganz oft Freundschaft mit Herz und Verstand gelebt. Hier wird gemeinsam Lebenszeit aktiv und sinnvoll zum Wohle der Veltener Stadtgemeinschaft gestaltet.“

Unterzeichung Urkunde Partnerschaft mit Freiwilliger Feuerwehr Rodenkirchen. Foto: Stadt Velten

Einen weiteren emotionsreichen Höhepunkt bot die Jahreshauptversammlung: Nach 23 Jahren Freundschaft mit der Freiwilligen Wehr aus dem niedersächsischen Rodenkirchen unterzeichneten Vertreter beider Wehren nun die offizielle Partnerschaftsurkunde. 1999 entstand durch einen Zufall diese enge Freundschaft: Ein Veltener Kamerad stand berufsbedingt lange im Stau in dem 4.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Rodenkirchen. Also klopfte er spontan bei der dortigen Feuerwehr an, um zu fragen, ob die Kameraden nicht einmal in die Ofenstadt kommen wollen. Diese fackelten nicht lange: Nur eine Woche später trat beim Fußballturnier der Veltener Wehr eine komplette Mannschaft aus Rodenkirchen an. Seither ist kein Jahr ohne gegenseitige Besuche vergangen. „Die offizielle Beurkundung war also längst überfällig“, freute sich Bürgermeisterin Ines Hübner, als auch sie ihre Unterschrift unter die Urkunde setzte.

 

 


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