S-Bahn-Anschluss für Velten

Eingestellt am: 05.03.2019 | 00:00


Landrat Ludger Weskamp und Bürgermeisterin Ines Hübner enttäuscht über das langsame Voranschreiten

Landrat Ludger Weskamp und Bürgermeisterin Ines Hübner sind enttäuscht über das langsame Voranschreiten beim S-Bahn-Anschluss für Velten. Bei der Gesprächsrunde „VBB im Dialog“ am 27.02.2019 in Hennigsdorf mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider erkundigten sich sowohl die Bürgermeisterin als auch der Landrat Luger Weskamp nach den Ergebnissen des Lenkungskreises i2030 – der bereits Ende 2017 von den Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gegründet wurde – was den S-Bahn-Lückenschluss nach Velten angeht.

Verkehrsministerin Kathrin Schneider teilte daraufhin mit: „Wir wollen mehr Züge und bessere Schienenanbindungen. Das Nadelöhr ist der Infrastrukturausbau. Im letzten Lenkungskreis zum Projekt i2030 haben wir die DB Netz aufgefordert, die S-Bahn-Verlängerung von Hennigsdorf nach Velten als eigenen Bauabschnitt weiterzubearbeiten. Damit können wir die S-Bahn-Verlängerung von den anderen Herausforderungen im Berliner Streckenabschnitt entkoppeln.“

Konkret gesagt bedeutet das, dass Planer nicht die gesamte Strecke der S25 und damit jedes Hindernis von Hennigsdorf bis Teltow betrachten müssen. Die Fachleute werden nun gezielt untersuchen, wie die Bahn zwischen Velten und Hennigsdorf schnell Realität werden kann. Die Grundlagenermittlung für den Wiederanschluss ist abgeschlossen – damit ist das Land zumindest einen kleinen Schritt vorangekommen.

Landrat Ludger Weskamp: „Es ist nicht akzeptabel, dass die Planungen nicht schneller voranschreiten. Das Land hat sich klar zum Veltener S-Bahnanschluss bekannt, der Bund mit dem Baubeschleunigungsgesetz die richtige Richtung vorgegeben. Nun muss die Bahn ihre Hausaufgaben machen. Die Zahl der VBB-Fahrgäste ist nach eigenen Angaben in den vergangenen 20 Jahren von rund einer Milliarde auf 1,5 Milliarden Fahrgäste gewachsen. Unsere Erwartungshaltung ist ganz klar: Die S-Bahn in Velten soll 2023 rollen. Alles andere wäre in dieser stark wachsenden Region für die Pendler nicht zumutbar.“

Bereits Ende 2017 hatten die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) den Lenkungskreis i2030 ins Leben gerufen. In Arbeitsgruppen sollten dabei die unterschiedlichen Regionen näher untersucht werden.

Ines Hübner zeigte sich zwar erleichtert, dass die nächsten Planungsphasen vorankommen: „Es ist gut, dass die Grundsatzentscheidung zur S-Bahn für Velten sattelfest steht.“ Sie fügte aber auch hinzu: „Nach mehr als einem Jahr ist es jetzt an der Zeit, konkret zu werden! Es ärgert mich, dass es nicht zügiger voran geht.“

Bei einem Arbeitsgespräch am 01.03.2019 erklärte Verkehrsministerin Kathrin Schneider, dass das Land einen Mischbetrieb auf der Strecke Hennigsdorf – Velten favorisiere. Nun muss untersucht werden, wie dieser technisch umgesetzt werden kann, dann sei ein Zeitplan für den S-Bahn-Lückenschluss möglich.

Ines Hübner und Ludger Weskamp formulierten noch einmal eindringlich die Erwartung ans Land, dass die S-Bahn 2023 nach Velten fährt. „Das habe ich den Veltenern versprochen – und dafür werde ich mich weiter mit aller Kraft einsetzen“, so Ines Hübner. Bei dem noch laufenden Bahnhofsausbau in Velten ist die S-Bahn-Verlängerung schon berücksichtigt.


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