Workshop im Rahmen des diskursiven Planverfahrens "Stadtmitte Velten

Eingestellt am: 21.10.2014 | 15:02


Von: Jacqueline Garkisch
3. Workshop im Rahmen des diskursiven Planverfahrens "Stadtmitte Velten"

Am Mittwoch, den 15. Oktober, fand der dritte Workshop im diskursiven Planverfahren „Stadtmitte Velten“ statt. Auch dieses Arbeitstreffen begann wieder mit einer Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse der letzten Sitzung und stellte daraus weiterentwickelte Ideen zur Diskussion. Überlagert war die Diskussion von dem Thema des erforderlichen Frequenzbringers, der für die Belebung der Innenstadt erforderlich ist. Nach einhelliger Expertenmeinung kann dies nur mit der Ansiedlung eines Vollsortimenters gelingen. Es wurde sehr deutlich nochmals dargestellt, dass sich Zentren bereits seit Beginn der Entwicklung von Städten immer um Marktplätze entwickelt haben. Zentrum ist mehr als Handel, aber ohne Handel ist ein Zentrum nicht belebt. Dementsprechend fordert auch das Land Brandenburg für die Aufnahme der Stadt Velten in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (ASZ) weiterhin die Planung eines Frequenzbringers. Die Aufnahme in dieses Programm ist ein Ziel des Planverfahrens. Im Ergebnis der im Verfahren durchgeführten Verträglichkeitsuntersuchung hatte sich gezeigt, dass ein Markt mit 2.500 qm Verkaufsfläche zwar grundsätzlich landesplanerisch zulässig wäre, das Vorhaben aber rechtlich daran scheitern würde, da es aufgrund der großen Verkaufsfläche mehr als die zulässigen 10 % Kaufkraft aus den bestehenden Betrieben abziehen würde. Damit war die bestehende Planung gescheitert und es musste mit einer kleineren Variante weitergearbeitet werden. Die Planer berichteten von den Gesprächen mit der Verwaltung und den regional zuständigen Expansionsleitern von Vollsortimentern. Es wurde dargelegt warum mit der Ansiedlung eines weiteren Discounters die angestrebte Frequenz nicht erreicht werden könnte. Gesprochen wurde daher mit Vertretern von EDEKA, Kaisers, REWE, Kaufland und Coop. Den Einzelhändlern wurden drei Varianten mit der Bitte um Einschätzung vorgelegt. Dies waren die leerstehenden Flächen des ehemaligen ALDI bzw. Meyer Beck Marktes, der Standort im Bereich der Viktoriastraße sowie der Standort südlich der Poststraße (ehemals Krausemarkt). Nach übereinstimmender Meinung aller Firmenvertreter ist der leerstehende Bestand nicht mehr geeignet für die Nutzung als Markt. Die beiden anderen Standorte wurden aber als gut bis sehr gut eingeschätzt.
Im Abschluss des dritten Workshops wurden die beteiligten zum Thema eines Vollsortimenters befragt. Von den Teilnehmern sprachen sich 24 für die Planung eines Vollsortimenters aus, 6 waren dagegen und 3 haben sich enthalten. Bei einer zweiten Abfrage sprachen sich unter der Voraussetzung, dass ein Vollsortimenter kommen sollte, 25 für den Standort Viktoriastraße, 7 für den Standort Poststraße aus. Zwei Stimmen waren ungültig und wurden als Enthaltung bewertet.
Im Rahmen des gesamten diskursiven Planverfahrens wurden viele Punkte angesprochen, die in Einzelprojekten anschließend weiterzuentwickeln sind. Diese Einzelmaßnahmen müssen von der Stadt an das Land genannt werden, um grundsätzlich Fördermittel bewilligt zu bekommen. Neben dem strittigen Punkt des Frequenzbringers sind dies insbesondere die Planung und Errichtung eines attraktiven Spielplatzes, die Errichtung eines Parkplatzes an der Viktoriastraße gegenüber dem neu entstehenden Kommunikationszentrum, der Erhalt und die weitere Entwicklung der grünen Innenstadt von Velten, die Erstellung eines Einzelhandelsaktionsplans in Verbindung mit einem Citymanagement und anderes mehr.

 

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