Die Ofenstadt Velten - eine „grüne Stadt“ nördlich von Berlin

Das einst kleine Angerdorf Velten, erstmals 1355 urkundlich erwähnt, erhielt im Jahre 1935 das Stadtrecht.

Velten wurde berühmt durch den Handel mit Kacheln für die Öfen der nahen Großstadt Berlin. Unsere Stadt hätte nie diese Bedeutung erlangt, wenn nicht das Innere der Feldmark mit dem Rohstoff „Ton“ angefüllt gewesen wäre.

Durch die Erfindung der weißen Schmelzglasur wurde die „Veltener Kachel“ zu einem Weltbegriff. Die Veltener Öfen waren damals sehr beliebt und die Nachfrage wuchs, so dass sich Velten von Jahr zu Jahr vergrößerte. 1905 befand sich der Ort auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Es gab fast 40 Ofenfabriken mit über 2000 Beschäftigten.

Das Ofen- und Keramikmuseum Velten wahrt den Ruf unserer Stadt als „Ofenstadt Velten“ bis heute. Die Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen erweisen sich nach wie vor als Besuchermagnet weit über die Grenzen von Velten hinaus. Das Museum befindet sich unter dem Dach einer noch produzierenden Ofenfabrik, welche bereits seit 1872 Kacheln herstellt.

Ofen- und Keramikmuseum Velten
Ausstellungsstücke im Ofen- und Keramikmuseum Velten

Öfen des 16. bis 20. Jahrhunderts, unter anderem der für den Ort so berühmte weiße Schmelzkachelofen, der sogenannte "Berliner Ofen“, eiserne Öfen oder auch Küchenherde werden im Ofen- und Keramikmuseum präsentiert. Darüber hinaus findet man dort auch Ofenmodelle, Kacheln und Ofenschmuck, Musterbücher, Gemälde und eine Sammlung von Originalfotografien von Waldemar Titzenthaler zur Kachelherstellung sowie Gefäß- und Zierkeramik der Oranienburger Werkstätten Körting, der Steingutfabriken Velten-Vordamm und von so bekannten Keramikern wie Otto Douglas-Hill oder Hedwig Bollhagen.

Heute liegt der wirtschaftliche Schwerpunkt unserer Stadt mit drei Gewerbegebieten jedoch nicht mehr auf der Gewinnung und Verarbeitung von Ton. Dennoch hat sich Velten zu einem interessanten Industriestandort entwickelt. Als Mitglied im „Regionalen Wachstumskern Oranienburg – Hennigsdorf – Velten“, einer von 15 weiteren Wachstumskernen, die als besonders leistungsstarke Wirtschaftsstandorte des Landes Brandenburg gelten, haben sich in Velten besonders die Branchen der Chemieindustrie, Abfallwirtschaft und Logistik angesiedelt.

Für Menschen jeden Alters und für junge Familien bietet Velten mit seinen individuell gestalteten Wohngebieten fernab der Großstadthektik Berlins zum Wohnen und Leben in der Natur günstige Rahmenbedingungen.

Gute Einkaufsmöglichkeiten, diverse Ärzte und Apotheken sind vor Ort. Veltens Bildungsangebot umfasst vier Schulen, vier Kindertagesstätten sowie die Stadtbibliothek. Neben Jugendclub und Ofen-Stadt-Halle kann auch ein Bürgerhaus als Treffpunkt genutzt werden.

Für Freizeit und Kultur gibt es in und um Velten viele Möglichkeiten. Schnell einen Abstecher in die Natur oder ins Stadtleben – beides ist möglich.